Kind, geh‘ lieber nicht arbeiten II

Morgen ist ein guter Tag, denn morgen trete ich mein Praktikum an. Ich freue mich schon sehr darauf meine KollegInnen kennenzulernen und auf die unterschiedlichen Aufgaben, die an mich heran getreten werden. Die nächsten sechs Wochen werden sicherlich spannend werden.

Es könnte alles so einfach sein, jedoch sind die Ämter immer noch der Meinung, dass mir für die bevorstehenden sechs Wochen weder Arbeitsassistenz noch ein Fahrdienst zusteht. Somit muss ich meinen Arbeitsalltag lediglich mithilfe meiner Persönlichen Assistenz beschreiten. Dieser Umstand ist sehr ärgerlich. Da ich nämlich noch zuhause wohne, habe ich wöchentlich nur 35 Stunden Persönliche Assistenz. Ich kam mit diesem Stundenkontingent bisher sehr gut zurecht. Eine Erhöhung der Stunden ist für das Frühjahr geplant, da ich gerne im Sommer ausziehen möchte.

Aber zurück zum Problem. Da ich wie gesagt meine kostbaren Assistenzstunden aufbrauchen muss, bin ich darin eingeschränkt, was meine Freizeitplanung angeht. Ich muss Praktikum auch leider um zwei Wochen verkürzen, da ich sonst Ende Februar und im März kaum Assistenzstunden in Anspruch nehmen könnte. Ich wollte das Praktikum dennoch nicht absagen.

Die letzten drei Monate des letzten Jahres empfand ich als sehr kräftezerrend. Ich verbrachte viel (zu viel) Zeit damit Anträge zu stellen, Telefonate mit SachbearbeiterInnen zuführen usw. Letztendlich durfte ich mir aber dann doch immer lesen oder hören, dass man nicht zuständig sei, sondern das Amt XY für mein Anliegen zuständig sei. Der Miesepeter wurde also hin und hergeschoben. Beim Arbeitsamt meinte man, dass sie erst bei einer entgeltlichen Arbeitsaufnahme zuständig seien. Mein Fall sei in seiner Gänze aber schon besonders. Das halbe Rehateam hat sich angeblich damit beschäftigt. Und das Sozialamt sieht sich eher in der Pflicht, wenn es um die Eingliederungshilfe geht.
In jedem Fall möchte ich allen ganz herzlich bei meiner Familie, bei meinen Freunden und bei meinem Freund bedanken, die mich in dieser Zeit unterstützt haben! Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an den Integrationsfachdienst Ost. Sicherlich werde ich auf die Arbeit dieser Beratungsstelle noch in einem anderen Blogeintrag eingehen.

Auch in diesem Jahr wird der Kampf weiter gehen. Vielleicht ist ja doch noch irgendein Amt für die Kostenübernahme der Arbeitsassistenz und des Fahrdienstes während des Praktikums zuständig. Selbstverständlich werde ich euch über weitere Entwicklungen zum aktuellen Fall regelmäßig informieren.

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